Führerschein Klassen Übersicht

Fragen zum A2 Führerschein oder passenden Motorrädern?
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chewie.wookie
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Führerschein Klassen Übersicht

Beitrag von chewie.wookie » Sa 19. Mai 2018, 19:49

Motorradführerschein A, A1, A2 oder AM? Mit welcher Führerscheinklasse darf man welche Motorräder fahren? Wie alt muss man für welche Klasse sein? Was kostet ein Motorradführerschein? Und wie finde ich die passende Fahrschule? Alle Infos zum Erwerb des Motorradführerscheins.

Die Entscheidung ist getroffen! Der Motorradführerschein muss her. Allerdings wissen viele Führerschein-Anwärter nicht, welche Klassen es gibt, ab welchem Alter welche Fahrerlaubnis gemacht werden kann, was ein Motorradführerschein kostet und wie die Fahrschul-Ausbildung aussieht. MOTORRAD beantwortet alle wichtigen Fragen zum Motorradführerschein.

Führerscheinklassen des Motorradführerscheins

In die Führerscheinklasse A eingeschlossen sind die Klassen A2, A1 und AM. Wer den „großen“ Motorradführerschein besitzt, darf alle Motorräder und Gespanne ohne Geschwindigkeits- oder Hubraumbegrenzung fahren.

Die Führerscheinklasse A2, der „48-PS-Führerschein“, ist der Motorradführerschein für Krafträder mit oder ohne Beiwagen mit bis zu 35 kW, die nicht von einem Kraftrad mit einer Leistung von über 70 kW abgeleitet ("gedrosselt") sind, und maximal ein Verhältnis von Leistung zu Gewicht von 0,2 kW/kg haben.

Der Führerschein der Klasse A1 umfasst Leichtkrafträder bis 125 cm³ und 11 kW sowie einem maximalen Leistungs-Gewichts-Verhältnis von 0,1 kW/kg.

Die „50er-Klasse“ AM ist der Führerschein für Kleinkrafträder wie Mopeds oder Roller. Darunter fallen zwei- und dreirädrige Kleinkrafträder mit einer bauartbedingten Geschwindigkeit von höchstens 45 km/h und einem maximalen Hubraum von 50 cm³. Auch Fahrräder mit Hilfsmotoren oder vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge gehören dazu, sofern sie aufgrund ihrer Bauart 45 km/h oder 50 cm³ Hubraum nicht überschreiten. Für Elektrofahrzeuge gilt eine Nenndauerleistung von nicht mehr als 4 kW beziehungsweise eine maximale Leermasse von 350 kg ohne Batterie.

Motorradführerschein und Alter: Wer darf was fahren?

Das Mindestalter für die Führerscheinklasse AM und für die 125er-Klasse A1 beträgt 16 Jahre. Für die Führerscheinklasse A2 muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Bei Direkteinstieg beträgt das Mindestalter für die Führerscheinklasse A 24 Jahre. Wer die Klasse A2 mindestens 2 Jahre besitzt, darf ab 20 Jahren auf die Klasse A umsteigen.

Der Einstieg in einer kleineren Führerscheinklasse beinhaltet jeweils die Möglichkeit, nach zwei Jahren leichteren Zugang zur nächsthöheren Klasse zu erlangen. Wer zum Beispiel zunächst zwei Jahre Erfahrung in der Führerscheinklasse A1 sammelt, muss für die Klasse A2 nur noch eine verkürzte praktische Prüfung ablegen.

Wer seinen Autoführerschein vor dem 1. April 1980 gemacht hat, damals Klasse 3, darf auch Fahrzeuge der Klasse A1 führen. Inhaber der Führerscheinklasse 4, "80er-Führerschein", dürfen je nach Ausstellungort und -datum ebenfalls Fahrzeuge der Führerscheinklasse A1 führen. Dazu muss der Führerschein vor dem 1. April 1980 in der Bundesrepublik oder DDR ausgestellt worden sein.

Kosten eines Motorradführerscheins

Die Kosten eines Motorradführerscheins hängen stark davon ab, wo er gemacht wird. So sind die Fahrschulpreise in süddeutschen Großstädten um ein gutes Drittel höher als etwa in Brandenburg auf dem Land. Bei der Anzahl der nötigen Übungsstunden kommt es aufs Talent des Fahrschülers an.

Diverse Portale nennen in aktuellen Preisbeispielen rund 1.250 Euro inklusive aller Gebühren für Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs oder Prüfungsanmeldung für die Klasse A, errechnet auf Basis der Fahrschulpreise in Berlin bei zwölf Übungsstunden. Braucht ein Fahrschüler 20 Stunden (Durchschnittswert), kostet der Schein schon über 1.500 Euro – im günstigen Berlin. In Stuttgart oder München sind 2.000 bis 2.500 Euro realistischere Größen für einen Motorradführerschein.

Die passende Fahrschule finden

Fahrschule ist nicht gleich Fahrschule. Entsprechend ist die Wahl der passenden Fahrschule für den Erwerb des Motorradführerscheins von enormer Bedeutung. Wir haben für euch einige Tipps für die Auswahl der passenden Motorradfahrschule:

Die Fahrschule sollte eine kostenlose Theorie-Schnupperstunde zulassen. Der Fahrschüler kann dabei feststellen, ob ihm der Fahrlehrer passt.
Der Theorieunterricht wird von einem qualifizierten Fahrlehrer und nicht von einer Hilfskraft gehalten. Die praktische Ausbildung erfolgt von Anfang bis Ende bei ein und demselben Fahrlehrer.
Ein guter Zweiradfahrlehrer fährt oft auch privat Motorrad.
Eine gute Fahrschule lässt ihre Fahrschüler nicht ohne vollständige Schutzkleidung fahren.
Die erste Motorradfahrstunde findet auf einem abgesperrten oder zumindest verkehrsarmen Platz statt. Dorthin fährt der Fahrlehrer mit dem Fahrschüler als Beifahrer. Erst auf dem Platz gibt es eine Einweisung und den ersten Kontakt mit dem Motorrad.
Erst wenn die Grundfahrübungen beherrscht werden, fährt auch der Fahrlehrer selbst mit einem Motorrad. Zu Beginn sollte er dem Fahrschüler vorausfahren. Zur Vorbereitung auf die praktische Prüfung fährt er ein bis zwei Fahrstunden mit dem Pkw hinterher, um den Fahrschüler an die Prüfungsfahrt zu gewöhnen.
Die praktischen Übungen sollten zunächst vom Motorradfahrlehrer vorgefahren werden, dann kommt der Fahrschüler an die Reihe.
Die Gesamtzahl der Fahrstunden ist kein Kriterium für eine gute Fahrschule. Die Ausbildung sollte individuell auf das Können und den Lernfortschritt des Motorradfahrschülers abgestimmt sein.
Die Sonderfahrten sollten erst nach abgeschlossener Grundausbildung gehalten werden.
Die Motorräder einer guten Fahrschule sind in einem einwandfreien technischen Zustand. Allrounder-Maschinen sind am besten für eine Zweiradausbildung geeignet.
Eine gute Ausbildung macht Spaß!


Quelle: Motorrad Online


Wer vor der Kurve nicht bremst, war auf der Geraden zu langsam 8-)

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